Schon seit längerem beobachten wir, wie der Wunsch nach „Entschleunigung“ zunimmt. Besonders Selbstständige erleben in ihrem Arbeitsalltag, dass alles immer schneller wird. Und das liegt nicht (nur) daran, dass wir älter werden.

Dank Digitalisierung und neuer Kommunikationstechnologien sind Informationen jederzeit und überall abrufbar. So kommunizieren wir mit deutlich höherem Tempo. Zudem hat die Globalisierung eine enorme Beschleunigung hervorgebracht.

Als Gegentrend dazu verbringen Menschen Zeit in Klöstern oder suchen die Natur. Sie sehnen sich danach, einfach mal die Pause-Taste zu drücken und die Welt anzuhalten.

Klösterliche Ruhe kann ich Ihnen hier zwar nicht bieten. Aber nützliche Hinweise, wo Sie im Unternehmeralltag tatsächlich einige Pause-Tasten finden. Nutzen Sie sie! Entschleunigung für Selbstständige ist kein Luxus, sondern oftmals notwendig.

Pause-Taste #1: Starten Sie entspannt in Ihren Tag!

„Wenn der Tag entspannt beginnt“, höre ich oft, „dann läuft alles viel besser.“ Frage ich nach: „Wieso startest Du dann nicht immer entspannt in den Tag?“, höre ich all die Gründe, warum das nicht geht. Sie kennen Sie bestimmt auch alle.

Selbstverständlich ist unser Alltag hektisch und übervoll mit Tausend Dingen, die auf uns warten. Doch ich bin davon überzeugt: Der Tagesstart bestimmt, wie der weitere Tag verläuft. Es lohnt sich also, hier etwas Zeit zu investieren.

Manchmal reicht es schon, wenn Sie morgens einfach alles in Ruhe machen. Das kostet meistens gar nicht mehr Zeit. Und falls doch, sind es die 5 Minuten wirklich wert.

Ihr Lohn für einen entspannten Start in den Tag: Sie haben mehr innere Ruhe, eine größere Zufriedenheit und mehr Gelassenheit. So bauen Selbstständige mit Entschleunigung einen Puffer gegen Stress auf.

Pause-Taste #2: Vergessen Sie Multitasking!

Multitasking macht Sie nicht produktiver. Ehrlich, das wissen Sie doch längst … also hören Sie auf mit Multitasking!

Ja, ich habe Verständnis für Sie. All die vielen Anforderungen verführen Sie immer wieder, alles gleichzeitig zu machen. Außerdem ist das Internet genau so konzipiert. Permanent stoßen Sie auf etwas Neues, Super-Spannendes, was Sie schon lange interessiert. Und bevor Sie es wieder vergessen, beschäftigen Sie sich lieber jetzt gleich damit.

Ich verlange viel von Ihnen, das ist mir bewusst. Jedoch weiß ich sehr genau: All die kleinen Ablenkungen lassen das Hamsterrad immer schneller laufen. Das kann einen regelrechten Suchtcharakter entwickeln.

Verlängern Sie doch für den Anfang erst mal nur Ihren entspannten Start in den Tag. Legen Sie sich eine Routine für den Beginn des Arbeitstages zurecht. Dabei konzentrieren Sie sich wirklich nur auf eine Sache.

Wenn Sie dies die erste Stunde lang durchhalten, haben Sie viel an innerer Ruhe gewonnen. Und wenn die Entschleunigung für Selbstständige erst wirkt, kann der normale Wahnsinn ruhig kommen.

Pause-Taste #3: Planen Sie Mini-Auszeiten!

Gewöhnen Sie sich an, für einen winzigen Moment auf Pause zu drücken, wenn Sie merken, dass Sie vom Rennen ins Sprinten wechseln.

Wirklich nur ein mini-kleiner Moment. Schließen die Augen und atmen Sie ein- bis dreimal tief in den Bauchraum.Besinnen Sie sich auf den Augenblick. Stellen Sie sicher, dass Sie noch Kontakt zu sich haben.

Diese kurze Unterbrechung führt Sie aus dem Funktionieren-Modus heraus. Sie steuern sich wieder selbst.

Nach diesem Mini-Moment der Entschleunigung für Selbstständige dürfen Sie fröhlich weiterrennen.

Lernen Sie jetzt 5 einfache Wege kennen,

wie Sie sich mehr Zeit verschaffen.

Los geht’s!

Pause-Taste #4: Praktizieren Sie Digital Detox

Kennen Sie das: Wenn Sie Ihr Smartphone mal nicht dabei haben, steigt eine kleine Panik auf? Das ist bereits ein Vorläufer einer Mediensucht. Digital Detox als Weg der Entschleunigung für Selbstständige kann jetzt wichtig für Sie sein.

Die digitalen Medien und Kommunikationsmittel buhlen um unsere Aufmerksamkeit. Wir sollen sie möglichst lange nutzen. Dazu sind sie konzipiert. Immer lauert etwas Interessantes. Und wenn wir mal hier und dort rumsurfen, merken wir gar nicht, wie schnell dabei die Zeit vergeht.

Sind wir mal nicht online, haben wir das Gefühl, etwas zu verpassen und nicht mehr auf dem Laufenden zu sein.

Also üben Sie sich im Intervallfasten beim digitalen Medienkonsum: Zwischendurch einfach mal komplett ausschalten. Nein, auch keine Zeitung auf dem iPad lesen!

Genießen Sie einmal am Tag rein die analoge Welt. Ja, auch kein Fernsehen …

Schalten Sie ab!

Pause-Taste #5: Lernen Sie, zu delegieren!

Manchmal neigen wir dazu, alles selber machen zu wollen. Auch, wenn es unsinnig ist. Doch uns fällt das gar nicht direkt auf. So sehr sind wir daran gewöhnt, die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken. Grundsätzlich ist das ja lobenswert. Aber leider bremsen wir damit unser Team aus.

Hören Sie also auf, Ihr Team mit Ihrem Hang zum Mikro-Management zu demotivieren. Prüfen Sie stattdessen immer mal wieder, wo Sie noch mehr loslassen könnten.

Auch das kann für Unternehmerinnen und Unternehmer ein Weg der Entschleunigung sein: Lassen Sie Ihr Kernteam einfach mal machen. Das hat mit Sicherheit Lust, die Dinge anzugehen und selber Verantwortung zu übernehmen. Oder Sie suchen sich Dienstleister, die manche Dinge übernehmen können.

Lassen Sie los!

Pause-Taste #6: Gönnen Sie sich Leerzeiten!

Wir sind oft so sehr im „Tun“ verhaftet, dass wir gar nicht mehr wissen, wie sich „Sein“ anfühlt. Haben Sie sich eben gefragt, was „Sein“ sein soll? Bingo!

Machen wir dazu eine kleine Entschleunigungs-Übung: Lehnen Sie sich kurz zurück. Nehmen Sie einen Moment lang wahr, was um Sie herum ist. Was sehen Sie? Was ist zu hören? Was können Sie spüren? Wie atmen Sie gerade? Wo haben Sie mehr Spannung aufgebaut, als nötig wäre? Was geht Ihnen durch den Kopf?

Das ist „Sein“!

Und das Schöne am „Sein“: Ihnen fliegen Ideen zu! Lösungen entwickeln sich wie von alleine. Sie sehen alles glasklar vor sich.

Wir brauchen diesen mentalen Zustand der Leere, um kreativ zu sein. Gerade für gestresste Selbstständige fühlt sich diese kurze Entschleunigung richtig gut an. Es ist so, als hätten Sie bei sich einen Reset gemacht.

Erobern Sie sich also Ihre Leerzeiten zurück!

Pause-Taste #7: Schauen Sie am Abend, was Sie am nächsten Tag erwartet!

Sie können diese Leerzeiten auch nutzen, um sich auf den nächsten Tag vorzubereiten. Möglicherweise generieren Sie dabei schon Ideen für Dinge, die auf Sie warten.

Betrachten Sie dazu zum Tagesabschluss, was am nächsten Tag ansteht. Verschaffen Sie sich lediglich einen kurzen Überblick. Es geht nicht darum, aktiv irgendetwas zu tun. Machen Sie sich einfach nur ein Bild davon, was Sie sich vorgenommen haben.

Dann gehen Sie nach Hause oder zum Sport oder wohin es Sie sonst zieht. Lassen Sie Ihr Gehirn für sich arbeiten.

Halten Sie jedoch etwas bereit, um sich gegebenenfalls Notizen zu machen. Denn oft kommen uns die besten Ideen in den unmöglichsten Situationen. Leider neigen sie dazu, genauso schnell wieder zu verschwinden. Deswegen: Halten Sie Ihre Ideen fest!

Und jetzt: viel Freude beim „Runterfahren”. Nutzen Sie die kleinen Pause-Tasten für Selbstständige und genießen Sie Ihre Entschleunigung im Arbeitsalltag!

Sie wünschen sich noch konkretere praktische Tipps, wie Sie Ihren eigenen Unternehmeralltag entschleunigen können?

Dann kontaktieren Sie mich:

Marloes Göke | Beratung unternehmen.

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